Texttypen

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Jeder von euch ist herzlich dazu eingeladen, einen Text für die Schülerzeitung zu verfassen. Du musst nicht Teil der Redaktion sein. Wichtig ist aber, dass du vorab diese Seite liest.

Textsorten

Meldung? Nachricht? Bericht? Häufig werden diese Begriffe nicht klar voneinander abgegrenzt. Damit du deinen Beitrag zur Schülerzeitung passend gestalten kannst, haben wir dir hier eine kleine Übersicht vorbereitet. Je nachdem zu welchem Thema du deinen Text verfasst, bietet sich eine Textform besonders an.

Die Meldung


Die Meldung ist die kürzeste Darstellungsform der Presse. Ihre Funktion ist immer dieselbe: Sie soll den Leser schnell über aktuelle Themen informieren. Beachte dabei, dass du die sieben W-Fragen (Wer? Was? Wann? Wo? Wie? Warum? Woher?) beantwortest. Es kommt dabei nur auf Fakten an. Wenn du deine eigene Meinung einbauen möchtest, ist diese Form nicht geeignet. Schreibe dann einen Kommentar oder eine Glosse.
Der Unterschied zum Bericht besteht im Übrigen darin, dass die Meldung kurz ist (bei Zeitungen bis zu 30 Zeilen, bei Magazinen etwas mehr).

Typische Meldungen einer Schülerzeitung: wichtige, aktuelle Informationen, die das Schulleben betreffen (Beispiel: Wann und wo findet der nächste Verkauf der Fair Trade Produkte statt?)

Der Bericht


Der Bericht ist die Darstellungsform für die detaillierte Nachricht. Wie die Meldung will auch der Bericht sachlich informieren. Der Bericht ist aber umfangreicher als die Meldung; der Verfasser muss also weiter ausholen. Im Bericht werden außerdem zusätzliche Infos genannt und Zitate eingebaut. Beachte jedoch, dass du auch im Bericht die wichtigen Informationen zuerst nennst. Danach kannst du auf die weniger wichtigen Fragen eingehen, Hintergründe erläutern usw.

Typische Berichte einer Schülerzeitung: Bericht über Ausflüge, Studienfahrten, Bericht zum Schüleraustausch, Projekte und deren Durchführung usw.

Das Interview


Das Interview ist eine Befragung. Das Besondere an dieser Darstellungsform ist, dass der Text aus Fragen und Antworten besteht. Achte darauf, dass dein Interview eine entsprechende Länge aufweist. Ein Interview, das aus einer Frage und einer Antwort besteht, kann nicht als solches bezeichnet werden.

Typische Interviews einer Schülerzeitung: Häufig werden Lehrer/innen befragt und vorgestellt. Du kannst aber auch Schüler/innen zu einem bestimmten Projekt oder einem Ausflug befragen. Auch ein Interview mit der Schulleitung zu einem bestimmten Thema ist hier möglich. Da es manchmal zu Missverständnissen kommt oder man nicht alle Informationen, die während der Befragung genannt werden, aufschreiben kann, ist es sinnvoll, das gesamte Interview dem Befragten zu zeigen, bevor man dieses veröffentlicht. Dann kann der Befragte weitere Informationen ergänzen, die er vielleicht auch in der Hektik vergessen hat zu nennen, oder Antworten umformulieren.
Am besten fragst du zu Beginn des Interviews, ob dies gewünscht ist.

Der Kommentar


Nachrichten sind so weit wie möglich meinungsfrei. Der Kommentar weicht hiervon ab. Hier wird eine Meinung geäußert und es werden Ereignisse bewertet. Seine Funktion ist es, die Meinung der Leser durch eine gute Argumentation zu bilden.
Achte darauf, dass du keine Personen in deinem Kommentar beleidigst, sondern eine wohl durchdachte und wohl formulierte Meinung äußerst. Ein Kommentar ist dabei fesselnd geschrieben. Überschrift und Einstieg sollen den Leser mit dem Thema vertraut machen. Im Hauptteil legst du deine Argumentation dar.
Der Kommentar unterscheidet sich von der Glosse darin, dass die Glosse unterhalten will und sich daher zwischen Satire und Ironie bewegt. Glossen sollen Spaß machen.

Typische Kommentare einer Schülerzeitung: Kommentare zu aktuellen politischen und wirtschaftlichen Themen.

Die Reportage


Reportagen sollen „lebendig“ sein. Das heißt, dass der Leser das Ereignis, von dem die Reportage berichtet, durch das Lesen des Textes „miterleben“ soll. Wichtig ist dabei, auch Hintergrundinformationen auszuschmücken, die beim Bericht oder der Meldung nicht genannt oder nur sehr kurz angerissen werden. Überrasche mit Details. Bediene dabei alle fünf Sinne des Lesers: Du musst ihn so ins Geschehen mitnehmen, dass er mit dir hört, sieht, fühlt, riecht und schmeckt. Du musst bei dieser Textform nicht zwingend damit beginnen, dass du die W-Fragen beantwortest. Du kannst mit persönlichen Eindrücken einsteigen, die dem Leser das Gefühl vermitteln, dabei gewesen zu sein.
Wie bei allen Formen gilt aber: Die Informationen müssen der Wahrheit entsprechen.
Schreibe vornehmlich im Präsens (in der Gegenwartsform).

Typische Reportagen einer Schülerzeitung: Reisen, Ausflüge, Schulfeste, …

Falls du hierzu Fragen hast, kannst du dich an die Deutschlehrer/innen oder an die Redaktion der Schülerzeitung wenden.

Wir freuen uns auf deinen Beitrag.

Die Redaktion

Liebe Deutschlehrer/innen,
diese Übersicht ist nicht vollständig. Falls Sie der Meinung sind, dass wichtige Textsorten fehlen, schreiben Sie uns doch bitte an oder (noch besser) schreiben Sie einen kurzen Überblick zu der von Ihnen ausgewählten Textsorte.
Vielen Dank!